Wieso bleiben viele Unternehmer:innen mit unfassbarer Brillianz und wunderschönem Brand Design unsichtbar? Man liest ihren Content und denkt sich: „Ganz nett.“ (autsch). Und das war’s, scrollt weiter. Denn hängen bleibt leider… gar nichts.
Was hier passiert, hat nichts mit falschem Marketing zu tun. Es ist Selbstzensur.
Viele Unternehmer:innen, insbesondere Frauen, zensieren sich konstant selbst. Sie lassen sich lenken von Gedanken wie: „Das kann ich doch so nicht machen. Alle anderen machen es doch so und so.“.
Oder: „Wenn ich das so sage, verliere ich Kunden.“.
Oder: „Wirke ich denn überhaupt professionell genug?“.
Oder: „Ich muss mich auf eine Methode, ein Thema, ein Ziel, einen Weg festlegen.“.
Und daraus entsteht Content, der korrekt ist, doch nicht fühlbar. Es wirkt wie Strategie, ist in Wahrheit aber reine Anpassung. Genau das lässt sie im Einheitsbrei verschwinden, wie ein Vanillecremetörtchen auf einer Konditoreimesse.
Denn Unsichtbarkeit entsteht nicht, weil sie nicht sichtbar sind.
Sie entsteht in erster Linie, weil sie sich zeigen, wie eine Version, die für alle funktioniert und genau deshalb für niemanden relevant ist.
Was dann passiert? Sie versuchen sich in eine Box, eine Schublade zu pressen, die überhaupt nicht für sie gebaut wurde. Und wundern sich, warum kaum jemand mal einen Blick hineinwirft.
Anstatt ihre Intuition, ihre Non-Konformität, ihre Außergewöhnlichkeit anzunehmen und zu feiern, für das was sie sind: Ihr größter Unique-Selling-Point, ihr größtes Alleinstellungsmerkmal.
Die größten Unternehmer:innen da draußen sind deshalb so erfolgreich, weil sie sich getraut haben, außerhalb der Box zu denken. Weil sie sich erlaubt haben, groß zu träumen, anders zu handeln als die anderen und eben nicht für jeden herumzutanzen.
Und das bedeutet, anzuecken. In Frage gestellt zu werden. Gegenwind zu erhalten.
Denn die Wahrheit ist: Um Ergebnisse zu kreieren, die noch kein anderer erschaffen hat, muss ein Weg gegangen werden, den noch kein anderer gegangen ist. Genau das ist der Punkt, an dem langlebige Sichtbarkeit entsteht.
Eine starke Marke ist keine People-Pleasing-Veranstaltung.
Sie ist ein Filter oder ein Magnet. Sie filtert heraus und schreckt ab, wer nicht zur Zielgruppe gehört, wer nur diskutieren, formen und verhandeln will. Und gleichzeitig zieht sie wie ein Magnet genau die Wunschkund:innen an.
Ja, dafür braucht es den Mut gegen den Strom zu schwimmen. Auch braucht es ein tiefes Vertrauen in die eigene Intuition.
Denn wir wollen keine Kund:innen, die überzeugt werden müssen. Wir wollen die, die unser Marketing hört/sieht/liest und sich denkt: „Endlich sagt es mal jemand!“. Die, bei denen es klickt, bevor überhaupt ins Gespräch gegangen wurde.
Also lasst uns aufhören, uns rundzuschleifen. Es wird Zeit, sich mit Ecken, Kanten und klarer Haltung zu zeigen. Es wird Zeit aus dem Schatten herauszutreten.